OpenSourceImplementierung
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Implementierung
Die Software basiert auf einer Service-Basierten Architektur, wodurch für verschiedenste Aufgaben Module und Erweiterungen hinzugefügt werden können. Jeder einzelne Verarbeitungs-Schritt wird durch ein Service-Modul implementiert.
Der Modulare Aufbau der Software trägt verschiedenen Einsatzszenarien Rechnung. Der 'Stand-Alone' Betrieb auf einem PC oder Server mit Physikalischem Anschluss der Datenspeicher ist ebenso möglich, wie der Betrieb der Software an verschiedenen Standorten. Ebenso können verschiedene Niederlassungen über die Mandantenfähigkeit der Software einzeln betrachtet werden. Über das Administrationsmodul können hier Benutzer, Fahrer, Fahrzeuge und Mandanten verwaltet werden. Weiterhin können benutzer- oder mandanten-spezifische Reports erstellt werden, welche automatisch über verschiedene Workflow-Module weiterverarbeitet werden oder auch über die Auswertungs-GUI gesichtet werden können. So können z.B. Fahrzeitüberschreitungen direkt an die Personalabteilung weitergeleitet werden, ohne manuell alle Fahrerdaten eingesehen zu haben. Weitere Module sind für die Integration in Flottenmanagement-Applikationen oder auch Dispositions-Software vorgesehen.
Datenerfassung und Archivierung
1. Für die Datenerfassung wird ein Input-Modul benötigt, welches durch verschiedene Treiber auf die jeweiligen Hardware-Komponenten zugreifen kann. Benötigt werden
- USB Download Device (Download-Key, und Offline Terminals)
- Smartcard (Fahrerkarten)
- IP (ggf. zu Importierende Daten von anderen Standorten)
2. Die erfassten Daten werden dann durch den Formatwandler in XML überführt, welches dann durch weitere Module verarbeitet werden kann.
3. Die XML wie auch die "raw" Daten können nun über einen IP Connector in das Archiv und die Datenablage gesendet werden. Der IP Connector besteht aus zwei Komponenten, welche über XMLRPC miteinander kommunizieren. Die Server-Komponente kommuniziert mit der Datenablage und übergibt dieser die importieren XML Daten.
4. Der Datenlayer implementiert zwei verschiedene Formen der Datenspeicherung. Zum einen werden die Rohdaten, d.h. die unveränderten Daten aus den jeweiligen Datenspeichern, gesichert (hier können verschiedene Treiber zum Einsatz kommen, z.B. für die Ablage in ein Dateisystem oder für die Ablage als Binary Object in eine Datenbank). Weiterhin werden die dekodierten Daten in ein relationales Datenmodell übernommen, auf welchem dann die Auswertungen der aufbereiteten Daten vorgenommen werden.
5. Die Daten aus dem Archiv werden z.B. für die Kontrolle durch die Behörden benötigt und können auch wieder aus dem Archiv zurückgesichert werden. Gegebenenfalls können auch alte oder andere raw Daten wieder durch den Format-Wandler in die Datenablage überführt werden.
6. Die Datenablage basiert auf einem relationalen Datenmodell. Dieses Datenmodell enthält sämtliche Satzbeschreibungen, welche für die Analyse und Aufbereitung der Daten notwendig sind. Die Satzbeschreibungen werden aus der EU Verordnung 3821/85 übernommen.
7. Die Datenablage empfängt die importierten XML Daten. Diese Daten werden mit bereits vorhandenen Daten abgeglichen um das Speichern mehrfach vorhandener Daten zu verhindern (wenn z.B. die Fahrerkarten häufig eingelesen werden). Weiterhin werden die importierten Daten auf Plausibilität geprüft (z.B. Vollständigkeit des Datensatzes). Zum Abschluß werden die Daten, dem Datenbanktreiber entsprechend, über SQL Befehle in die Datenbank geschrieben.
Auswertung und Workflow
1. Die Administration der gesamten Umgebung wird über die User/Workflow Administrations-Komponente durchgeführt. Hier werden Benutzer und Workflows definiert. Z.B. können neue Fahrer und Fahrzeuge automatisch oder manuell erfasst werden. Beim Import von Daten unbekannter Fahrer werden dann die entsprechenden Datensätze erzeugt, oder es werden Fehlermeldungen generiert. Weiterhin können in der Administrations-Komponente die Stammdaten der Fahrer und der Fahrzeuge verwaltet werden.
2. Die zentrale Datenkomponente der ist die Workflow-Dispatcher-Logic, welche auf Basis der Datenablage die benötigten Daten zur Verfügung stellt. Die Auswertungs und Workflow-Module greifen daher über die Dispatcher-Logic auf den Datenbestand der Datenablage zu.
3. Für statistische Auswertungen oder Berichte ist an die Dispatcher-Logic ein Output-Distributor angeschlossen, welcher über verschiedene Medien die erforderlichen Daten übermitteln kann. Dies kann per EMail auf elektronischem Wege oder auch per Ausdruck geschehen. Z.B. können die erforderlichen Wochenberichte direkt nach Auslesen der Fahrerkarte zur Verfügung gestellt werden. Die Administration des Output-Modules wird über das Administrationsmodul vorgenommen.
4. Für die gesetzlich vorgeschriebenen Auswertungen kommt die Auswertungs-Komponente zum Einsatz. Diese übernimmt aus der Dispatcher-Logic die benötigten Daten und kann diese über eine Workflow-Schnittstelle verarbeiten, oder auch über die GUI Komponente anzeigen. Die Workflow-Schnittstelle übernimmt die von der Auswertungs-Komponente erstellten Ergebnisse und kann diese dann wiederum über den Output-Distributor an die geeigneten Stellen übermitteln. So können die gesetzlichen Vorschriften automatisiert eingehalten werden, ohne manuelle Datensichtung.
5. Die GUI Komponente dient zur manuellen Datensichtung, wobei dort sämtliche Sichten auf die gespeicherten Daten zur Verfügung stehen. Die Kontrolle der automatisierten Auswertungen ist somit auch noch manuell möglich.
Service Modell
Sämtliche Komponenten stellen verschiedene Services bzw. Funktionalitäten zur Verfügung. Die Implementierung der einzelnen Komponenten ist also darauf ausgelegt durch Hinzufügen von weiteren Modulen weitere Funktionalitäten zu integrieren. Dies bedeutet insbesondere, dass die einzelnen Komponenten andere Komponenten von ihrer Existenz in Kenntnis setzen können und ggf. die Funktionalitäten erweitern können.
Das Administrationsmodul und die Auswertungs-GUI werden dementsprechend unabhängig von den einzelnen Modulen entwickelt. Module, welche Administrative Tätigkeiten erfordern registrieren dementsprechend ihre Administration im Administrationsmodul. Der Output-Distributor stellt z.B. den EMail Versand von Wochenberichten zur Verfügung, dementsprechend kann dann eine EMail Adresse in der Administration eingetragen werden, wie auch die zu versendende Auswertung.
Das Auswertungsmodul stellt dementsprechend die verschiedenen Auswertungsfunktionalitäten dem GUI Modul zur Verfügung. Kommen hier Auswertungen hinzu, stehen diese dann auch automatisch in der Auswertungs-GUI zur Verfügung.
Sonderanbindungen und Auswertungen
Für die Anbindung an weitere externe Systeme werden nach Anforderung weitere Module zur Verfügung gestellt.
Anbindung an das Flottenmanagement
Die Daten aus dem digitalen Tachografen können an das zentrale Flottenmanagement angebunden werden, um z.B um Fahrzeiten der LKWs und Wartungsintervalle zu optimieren, etc..
Anbindung an die Disposition
Die Fahrer-Disposition kann direkt auf die Fahrerdaten zugreifen, um die Fahrzeiten optimal disponieren zu können. So stehen hier direkt die erforderlichen Ruhezeiten zur Verfügung und der Disponent kann dementsprechend Fahrer und Fahrzeuge disponieren.

